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TU Berlin

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Designing Smart Cities: Kreative Strategien für städtische Herausforderungen

Wintersemester 2017/18: Ansätze einer urbanen Koproduktion für Wohnprojekte in Berlin

Im fünften Jahr der interdisziplinär durchgeführten Designing Smart Cities-Projekte wurde der Schritt von der Produktentwicklung zur Ausarbeitung von Verfahren gewagt.

Keine große Baustelle ohne Informationspavillon, kein Planungsprozess ohne öffentliche Konsultation, Workshops und Online-Dialog. Die Zusammenarbeit mit Interessengruppen, betroffenen Anwohnerinnen, Anwohnern und der Wohnungswirtschaft ist der Schlüssel für eine nachhaltige Quartiersentwicklung. Trotz allem protestieren die Bürger oft. Vor allem bei größeren Wohn- und Stadtentwicklungsprojekten richten sich ihre Proteste sowohl gegen den Inhalt der geplanten Maßnahmen als auch gegen die Planungs- und Entscheidungsverfahren. Kritische Bürger und Initiativen nehmen Partizipationsangebote oft als pseudodemokratisch wahr. Oder, wie das Beispiel des ehemaligen Flughafens Tempelhof zeigt, grundlegende Differenzen über die Neuentwicklung von Stadtgebieten durch umfangreiche Beteiligungsverfahren kaum auszuschließen sind. Andere Beispiele verdeutlichen, dass manchmal das Durchhaltevermögen und Engagement aller Beteiligten fehlt; Dies ist jedoch für einen dauerhaften Erfolg notwendig.

Die städtische Koproduktion ist ein Ansatz, der über die traditionelle "Konsultation" oder "Beteiligung" an der Stadtplanung hinausgeht. Nicht nur die Anwohnerinnen, Anwohner, Nutzerinnen und Nutzer des Raumes müssen zu Wort kommen. Sie müssen einen entscheidenden Beitrag zu den Entwicklungen in ihrer Nachbarschaft leisten. Aber wie kann diese Interaktion von Bewohnerinnen und Bewohnern mit städtischen Praktikerinnen und Praktikern effektiv organisiert werden? Im Moment mangelt es an Verständnis für Mindestanforderungen oder Qualitätskriterien für Partizipations- oder sogar Koproduktionsverfahren.

In diesem Jahr hatten wir angesichts der großen Herausforderung an die „Beteiligung“ von Bürgerinnen und Bürgern in der Stadtentwicklung die Entwicklung eines Planungsverfahrens zur Aufgabenstellung gemacht. Wir gingen dabei davon aus, dass der produktive Prozess der gemeinsamen Entwicklung von Planungsvorstellungen und bei schon vorangeschrittenen Projekten die Einbeziehung von Nachbarinnen und Nachbarn mit einem Zusammenwirken aller beteiligten Akteure verbunden werden mussten; die Aufgabenstellung war deshalb, einen Prozess der Koproduktion zu entwerfen.

Herausforderung

Wie könnten wir Prozesse der städtischen Koproduktion gestalten, die über die traditionelle "Partizipation" oder "Konsultation" hinausgehen?

Vier projektspezifische Arbeitsgruppen (Gartenfeld, Lichtenrade, Wedding und Neukölln) setzten sich mit verschiedenen Herausforderungen städtischer Beteiligungsprozesse, vor allem im Rahmen von Wohnungsbauprojekten, auseinander.

In einem Gebiet wie Gartenfeld, in dem es noch wenig Kenntnisse über zukünftige Nutzerinnen und Nutzer gab, war das eine besondere Herausforderung, die die Studierenden zu lösen hatten.

Partner

Für dieses Projekt waren unsere Praxisparterinnen und Praxispartner die UTB Projektmanagement GmbH von Thomas Bestgen und die mit seinem Unternehmen gewonnenen weiteren Praxispartner Eva Weiss und Andrea Eichholz, Geschäftsführerinnen der BUWOG Westendpark Development GmbH, sowie Till Degenhardt, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Am Ostseeplatz eG, welche uns mit tatkräftiger Zusammenarbeit kontinuierlich unterstützten. Zugleich hat sich Lukas Born, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, mit Blick auf die Entwicklung von Leitlinien für die Beteiligung in Berlin als Ansprechpartner in dieses Projekt eingebracht.

Vielen Dank für die Unterstützung durch alle Praxispartnerinnen und Praxispartner!

Lösungsansätze

In allen vier Projekten wurden Formate und Strategien geschaffen, welche die Möglichkeiten zur Mitgestaltung und die tatsächliche Mitwirkung für Bürgerinnen und Bürger fördern. Damit ist kein konkretes räumliches „Produkt“ das Ergebnis des Arbeitsprozesses, sondern es sind unterschiedliche Vorschläge für Verfahren und Beteiligungsprozesse, die eine langfristige Koproduktion in der Nachbarschaft schaffen. Obwohl die Lösungsansätze speziell für die jeweiligen Projektgebiete entwickelt wurden, gibt es Anknüpfungspunkte für die Übertragung auf andere Gebiete.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre, auf dem Übersichtsplakat oder dem detaillierten Gruppenplakat.

Zusatzinformationen / Extras

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